Cola und Orangensaft machen Zähnen Stress
19/07/10 17:30 | Kategorie: Gesundheit
Durst bei Hitze mit zahnfreundlichen Getränken löschen
Die Dauerhitze beschert Getränkeherstellern und –märkten Rekordumsätze.
Nicht jeder Durstlöscher ist aber auch gesund für die Zähne, darauf weist die Landeszahnärztekammer Thüringen hin. „Ideal sind Wasser, Mineralwasser, für kleine Kinder am besten ohne Kohlensäure, und ungesüßte Tees“, empfiehlt Kammerpräsident Dr. Andreas Wagner.
Abzuraten ist dagegen von Colas oder Limonaden, denn sie enthalten viel Zucker. „Auch reiner Fruchtsaft, etwa Orangensaft, kann den Zähnen schaden“, warnt der Zahnarzt aus Erfurt. Grund: Die meist sehr stark zuckerhaltigen Säfte enthalten Fruchtsäuren, diese wirken erosiv (zersetzend) auf den Zahnschmelz – und das kann die Zähne anfällig für Karies machen, übrigens nicht nur bei Kindern.
Problematisch sind Fruchtsäfte vor allem dann, wenn
sie unverdünnt aus den in Mode gekommenen
Sportlerflaschen mit einem winzigen Saugloch im
Verschluss getrunken werden. „Das wirkt wie ein
Dauerbad der Zähne im Saft und bedeutet für sie
Hochstress“, erläutert Dr. Wagner. Besser sei
es deshalb, Fruchtsaft aus Gläsern oder Bechern zu
trinken oder gänzlich darauf zu verzichten und lieber
auf stilles Mineralwasser umzusteigen. Außerdem
sollte man nicht unmittelbar etwa nach dem Glas
Orangensaft die Zähne putzen, denn dann wird der
Zahnschmelz regelrecht weggeschrubbt, sondern
mindestens eine Stunde warten. Dann hat der Körper
die Fruchtsäure neutralisiert.
Zurückhaltung bei Fruchtsäften aus Industrieproduktion – die ja meist auch mit sehr viel Zucker angereichert sind – gilt erst recht bei Kindern. Milchzahnkaries auch als Folge falscher Ernährung ist leider keine Seltenheit. In Thüringen muss nach Daten der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege jedes vierte Kind in der Altersgruppe der Zwei- bis Sechsjährigen wegen Karies behandelt werden, weitere 14 Prozent gehören zur für die Erkrankung besonders anfälligen Risikogruppe. Bei den Siebenjährigen sind 40 Prozent behandlungsbedürftig.
Textquelle:
Landeszahnärztekammer Thüringen
Zurückhaltung bei Fruchtsäften aus Industrieproduktion – die ja meist auch mit sehr viel Zucker angereichert sind – gilt erst recht bei Kindern. Milchzahnkaries auch als Folge falscher Ernährung ist leider keine Seltenheit. In Thüringen muss nach Daten der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege jedes vierte Kind in der Altersgruppe der Zwei- bis Sechsjährigen wegen Karies behandelt werden, weitere 14 Prozent gehören zur für die Erkrankung besonders anfälligen Risikogruppe. Bei den Siebenjährigen sind 40 Prozent behandlungsbedürftig.
Textquelle:
Landeszahnärztekammer Thüringen
